Projekt Simbabwe

Junge Menschen im ländlichen Matabeleland North leiden unter Nahrungsmittelknappheit und schlechter Bildung. Nur wenige schliessen die Sekundarschule erfolgreich ab. Vor allem junge Frauen haben wegen Schulschliessungen während der Corona-Pandemie die Ausbildung abgebrochen.

Viele Lehrpersonen sind schlecht qualifiziert, gutes Unterrichtsmaterial fehlt. Ohne Schulabschluss haben die jungen Leute schlechte Chancen im Arbeitsmarkt und kaum eine Chance auf eine Lehre oder weiterführende Ausbildung.

Der Verein „Lernen für alle“ erarbeitet seit 8 Jahren nachhaltige Lösungen zur Verbesserung der Lern- und Lebensbedingungen von jungen Menschen in Simbabwe. Dank privater Spenden, Beiträgen von SWISSLOS BL und BS, der reformierten Kirche Binningen/Bottmingen und ehrenamtlichem Engagement von Fachleuten konnten in diesen Jahren mehrere Tausend junge Menschen ihre Leistungen an der Schule und der lokalen Gemeinschaft verbessern. So konnten sie ihre Grundbedürfnisse besser decken und neue Perspektiven für ihr Leben entwickeln.

    Lehrpersonenentwicklung

    Wir unterstützen fünf Schulen dabei, den Anteil erfolgreicher Abschlüsse zu erhöhen und die Schüler:innen auf den informellen Arbeitsmarkt vorbereiten. Gemeinsam mit den Schulleiter:innen und den Lehrpersonen verbessern wir den Unterricht für etwa 1’200 Schüler:innen laufend. Die Lehrpersonen werden in der Unterstützung moderner Lehr-/Lernmethoden geschult und begleitet. Sie lernen im Rahmen der vom Bildungsministerium entwickelten ICT-Strategie kostenlose Online-Lernmaterialien in der Klasse und im Nachhilfeunterricht wirkungsvoll einzusetzen.

    Permakultur und Entrepreneur-Training

    Durch Entrepreneur-Schulungen und -projekte, die von Lehrpersonen entwickelt und von Fachpersonen begleitet werden, lernen etwa 200 Schüler*innen ein kleines Geschäft zu führen und so später den Lebensunteralt für sich und ihre Familien zu erarbeiten, z.B. durch Textilverarbeitung oder durch nachhaltige Landwirtschaft.

    In Zusammenarbeit mit lokalen Fachleuten schulen und begleiten wir lokale Teams mit Lehrpersonen, Lernenden und Kleinbauern dabei, Schulgärten an drei Schulen zu erweitern. Multiplikatoren-Trainings sowie der Ausbau von solarbetriebenen Bewässerungssystemen und Zäunen unterstützen die Selbstversorgung (Mittagessen) für etwa 1’000 Lernende und sollen helfen ein kleines Einkommen zur Unterstützung der ärmsten Schülerinnen zu generieren.

    Wer Schüler*innen in unseren Partnerschulen in der Region ermöglichen möchte, von diesen Verbesserungen zu profitieren, ist herzlich eingeladen, unser Engagement durch eine Spende oder einen fachlichen Beitrag zu unterstützen.